10 Dinge, die du schon immer über Bienen & Honig wissen wolltest
- Angelika Schneckenleitner
- 18. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Als Imkerin werde ich regelmäßig mit Fragen über Bienen, Honig und das Leben der Bienen gelöchert. Viele dieser Fragen wiederholen sich öfters - sie sind absolut berechtigt, den ich hatte genau die selben Fragen als ich noch keine Imkerin war. Hier sind 10 der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden.
Sticht dich ständig eine Biene?
Nein - zumindest nicht ständig. Zum einen versuche ich sie nicht unnötig herauszufordern (Tageszeit, Wetter, Gerüche etc.) zum anderen trage ich Schutzkleidung. Trotzdem: Gelegentlich passiert`s - aber das machen sie nicht absichtlich - was mich gleich zur zweiten Frage bringt.
Stimmt es, dass Bienen sterben wenn sie stechen? Ja, das stimmt. Der Stachel hat Widerhaken und wenn sie stechen, bleibt der Stachel in der Haut und reißt mit der Giftblase mit dem Wegfliegen ab. Das führt leider zum Tod vn Honigbienen.
Wie viele Bienen leben in einem Bienenvolk?
Kommt auf die Jahreszeit drauf an. Im Sommer leben in einem starken Volk bis zu 50.000 Bienen. Im Winter sind es deutlich weniger - meistens um die 10.000 Bienen.
Wie genau entsteht eigentlich Honig?
Kurzgesagt: Bienen Sammeln Nektar aus Blüten und bringen den Nektar in der Honigblase in den Stock. Dort übergibt sie den Nektar zu den Stockbienen die Enzyme hinzugeben und diesen trocknen. Nach mehrmaligen Umtragen und trocknen ist er haltbar und wird in die Waben eingelagert bzw. mit Wachs versiegelt. So ist er sehr lange haltbar.
Was ist der Unterschied zwischen Blüten- und Waldhonig?
Blütenhonig entsteht aus dem Nektar von Blüten.
Waldhonig entsteht aus Honigtau - das ist ein zuckerhaltiger Saft von Bäumen, den Blattläuse ausscheiden und die Bienen einsammeln. Waldhonig ist oft dunkler und kräftiger im Geschmack.
Mein Honig ist meistens eine Mischung aus Blüten- und Waldhonig.
Warum kristallisiert manchesmal Honig?
Das ist ein natürlicher Vorgang und so bleibt der Honig auch fast unenedlich haltbar. Je nach Glukoseanteil passiert das schneller oder langsamer. Rapshonig hat beispielsweise sehr viel Glukose und kristallisiert daher besonders schnell. Es ist zudem ein Qualitätsmerkmal und zeigt, dass der Honig naturbelassen ist.
Wie oft erntest du Honig?
Je nach Wetter und Blütensaison ein bis dreimal pro Jahr. Im Ideallfall Ende Mai, Ende Juni und Ende Juli.
Kann man Bienen "Bio" halten?
Ja. Das Bio bezieht sich auf die Haltung und die Lagerung bzw. Verarbeitung von Honig. Die Standortwahl sollte neben Bio-Landwirten sein, es gibt ausgewählte Behandlungsmittel, die Bienen müssen in Holzbeuten leben und der Honig wird in Edelstahlbehältnissen gelagert - um nur einiges von den vielen Regeln zu nennen. Ich halte von der Bio-Zertifizierung sehr viel und habe auch lange überlegt ob ich mich Bio-Zertifizieren lasse. Bei einer so kleinen Imkerei ist allerdings der Kostenaufwand zu groß.
Wie alt wird eine Biene?
Je nach Jahreszeit - im Sommer 4-6 Wochen, im Winter sind es mehrere Monate. Eine Königin kann bis zu 5 Jahre alt werden.
Wie weit fliegt eine Biene?
Wie weit es sein muss, um Nektar zu sammeln. Sie kann bis zu 3km fliegen.
Hast du noch eine Frage an mich? Hinterlass sie mir in den Kommentaren - dann gibt´s einen nächsten Beitrag dazu!




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